Reviews: Strange Electro Pop


„STRANGE ELECTRO POP“ REVIEWS


corey.zli on Bandcamp (2016)

Yep, very catchy electro tunes. I like.Favorite track: Stille (Siren by Veela Vocal Edit II).


Ron Schoonwater on Peek A Boo (01/2016) – visit Peek A Boo

The title almost says it all. Blinky Blinky Computerband makes electropop in every possible way.Strange Electro Pop is a masterful blend of different electro styles, sometimes like the electro godfathers Kraftwerk, just listen to Elektromann.

There’s a bit of everything. Walls is traditional EBM, while Sacred or 1378 (25 Years Of Wiedervereinigung) will score on any goth dance floor. Another great one is the dance song Stille with female vocals, or Getting Cold in which EBM meets dark electro. Berlin could have been a track by The Crüxshadows, even the vocals are similar. The 80s are an inspiration for One Step Closer, while Shrouded In Mystery has (because of the way the women sing) a touch of world music.

Blinky Blinky Computerband has made two CDs and they fascinate. In fact, if you are somewhat familiar with electro or dance, then Strange Electro Pop is a feast of recognition. The two CDs contain 35 songs. Such releases often are a sign that a band doesn’t dare to choose between good or bad tracks. Not in this case, as after every song you’re curious what the next style will be. You notice the influences, but it stays irresistible.

[80/100]


Matthias Bosenick on KrautNick (11/2015) – visit KrautNick

Einmal mehr in, zumindest einigermaßen, eigener Sache: Mit seinem jüngsten Projekt Blinky Blinky Computerband hat Olaf (übrigens Mitbegründer dieses Blogs) jetzt eine Doppel-CD veröffentlicht, und zwar eine aus dem Presswerk, nicht mehr wie sonst aus dem CD-Brenner. Auf diesem episch-opulenten Album ist auch die Stimme des jetzigen Blogbetreibers zu hören, als Ergebnis diverser fruchtbarer und anregender Zusammenarbeiten. Das sind aber nur drei Stücke von sage und schreibe 35, das macht also zweieinhalb Stunden fassettenreichen Electropop. Darunter finden sich ein Querschnitt aus den Blinky-Blinky-Computerband-Veröffentlichungen seit 2012 sowie mit „1378 (25 Years Of Wiedervereinigung)“ ein komplett unveröffentlichter Song. Lohnt sich also auch für diejenigen, die bislang alles haben. Ebenso attraktiv ist die Mitarbeit der vielen musikalischen Gäste. Und natürlich, dass man nicht mehr um den schnellen Verlust des anfälligen Tonträgers zu fürchten hat.

Olafs musikalische Historie liegt, begonnen um 1994, grob in EBM und Industrial, seinerzeit mit dem Hauptprojekt Inside Agitator sowie den Seitenarmen und Vorgängern Abnormal Dysfunction, Cyradium Six, Dark Ghost Dream, Ultrasonic, The Replacement Killaz, The Ghost Killer und Living In Two Worlds. Mit Blinky Blinky Computerband verlegte er sich nach einer Pause mehr auf den Pop, doch dringen seine musikalischen Gene immer wieder durch. Sein Schwerpunkt liegt auf Atmosphären, Harmonien und Sounds, viele Tracks sind im Midtempo oder nahe am Ambient, aber sobald der Tanzflur das Ziel ist, kann Olaf seine EBM-Wurzeln nicht kappen. Das macht „Strange Electro Pop“ so angenehm heterogen. Und Ohrwürmer schafft Olaf ohnehin ständig.

Olafs Vergangenheit ist zudem nicht immer nur Vergangenheit: Für „Regulated By Machine“ reaktivierte er sein Kurzzeit-EBM-Projekt Cyradium Six, für „Tropfwasser“ sein Ambient-Alter-Ego Dark Ghost Dream und für „Flesh Eating Zombies“ sogar seinen Klassiker Inside Agitator. Das ist nur richtig so; im Grunde reicht der Blick zurück damit weit über das Jahr 2012 hinaus.

Die meisten Gäste tummeln sich in „Love & Hate“, einem Wavepopsong, an dem Leif und Birgitta von Perma F aus Malmö den Gesang sowie Arni die E-Gitarre beisteuern. Der Klassiker „Elektromann“ mit The Erlenator ist ebenso enthalten wie „Berlin“ und „Experience Of Love“ mit den alten Weggefährten von Synergy, letzteres ist ein Cover derselben mit Synergy-Hennings Stimme. Weitere Kollaborateure entnahm Olaf seinen unzähligen Sound Libraries, darunter Avanna und Veela sowie diverse Metal- und Hardcore-Stimmen – man mag es kaum glauben, aber die fügt Olaf extrem passend in seinen Pop ein. Mit „Obnoxious Thoughts“ coverte Olaf sich zudem selbst: Das Stück ist im Original von Inside Agitator. Na, und mit dem Blogbetreiber zusammen schuf Olaf die Kapitalismuskritik „Meine Freizeit“, das Aufbegehren gegen nicht nur winterliche Düsternis „Dem Tod den Tod“ sowie den Post-Mauerfall-Track „1378 (25 Years Of Wiedervereinigung)“.

Diese Zusammenstellung ist übrigens nicht zu verwechseln mit der Promo-CDr, die Olaf vor anderthalb Jahren schon unter dem Titel „Strange Electro Pop“ veröffentlichte.


Doctor von Pain on Amazon (11/2015)

Die Blinky Blinky Computerband (genial-dämlicher Name auch) ist ein Projekt des Braunschweigers Olaf Krautwurst, der sich gerne mal ein paar Mitmusiker ins Boot holt. Auf „Strange Electro Pop“ befinden sich 35 Tracks, die zwischen 2012 und 2015 entstanden sind. Diese bewegen sich tatsächlich gar nicht ausschließlich im Bereich des Electro Pop, auch wenn der Name das vermuten lässt. Man findet ebenso frühen EBM und Elemente alter Amiga-Videospielsoundtracks in dem Stil wieder. Hin und wieder tauchen gesampelte Gitarren auf, „Love & Hate“ enthält sogar eine richtig eingespielte Gitarre. Neben etlichen Instrumentals gibt es auf „Strange Electro Pop“ auch Stücke mit Gesang, bei denen Texte und Gesang meist (aber nicht nur) von Gastsängern stammen. Somit ist das Stimmspektrum natürlich groß, die lyrischen Qualitäten schwanken dadurch ebenfalls etwas. Wenn man Vergleiche zur Blinky Blinky Computerband ziehen wollte, so könnte man zum Beispiel Front 242, Perturbator, Welle: Erdball und die Soundtracks von Chris Hülsbeck nennen. Fans von elektronischen Klängen der 80er sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren. „Strange Electro Pop“ gibt es auf der Bandhomepage übrigens auch als Doppel-CD.


Xyntec on Bandcamp (11/2015):

Awesome debut album with many catchy tunes. It covers many genres of alternative electronic music and seems to be heavy influenced by bands like And One, Klangstabil and classic 80’s synth. Highly recommended! Favorite track: Crosses & Bones.


Carla on RDIO! (11/2015)

A dense album with some fascinating cuts and a title not misleading indeed. „Stille“ is intriguingly beautiful as it is the translucently crystalline „Unknown Whispers“ and „Dem Tod Den Tod“, a somewhat ethereal yet powerful track. „Pills“ also deserves notice as „Two Days & Fifteen Hours“ does. These are the tracks most stellar to me—at glance, at least; but, one should not shy away to listen more closely to the gaps between that gynostemium of a well-grown sound plant.